Wir besuchten verschiedene Gegenden in der Camargue. Wir waren zuerst im "Réserve Naturelle des Marais du Vigueirat". Dort waren viele Kiebitze zu sehen, die wohl bereits auf dem Weg in den Norden waren. Eigentlich hatten wir in diesem Gebiet auch noch Kraniche erwartet, die haben wir aber nicht gesehen.
Gewohnt haben wir in einem kleinen Haus an der Kleinen Rhone, sehr idyllisch mit wunderbarem Blick auf den Sonnenuntergang.
Wir haben das Gebiet am "Centre de Découverte du Scamandre" besucht. Ein großer Schwarm Sichler zog über uns hinweg und hält sich dort auf.
Und dann waren wir natürlich im "Parc Ornithologique du Pont de Gau", dort waren die Flamingos mit Balzen beschäftigt, wunderschön rötlich verfärbt und sehr aktiv. Die Graureiher bezogen bereits ihre Nester.
Ein Spaziergang am Meer mit den umliegenden Bereichen durfte natürlich nicht fehlen und wir entdeckten Schwarzhalstaucher, aber leider noch nicht im Prachtkleid.
Die Säbelschnäbler waren in Paarungslaune. Allerdings verzogen sie sich für die Paarung meist hinter das Schilf.
Die weibliche Rohrweihe war am Jagen und ich konnte sie gut beobachten. Im Frankreich wird sie "Busard des Roseaux" genannt.
Die Flamingos waren am Balzen, haben die Köpfe hochgestreckt und ständig hin- und her bewegt.
Zum ersten Mal konnte ich beobachten, wie die Flamingos in dem doch sehr flachen Wasser intensiv badeten. Alles tauchte unter, der lange Hals und natürlich der Kopf. Nur vom Körper guckte etwas oben heraus, das Wasser war nicht tief genug! Interessant war das Aufstehen nach dem Bad. Das Hinterteil kam zuerst, der Kopf blieb bis zuletzt unter Wasser. Vielleicht verhindern sie so ein Umkippen...
Die Kiebitze
Blick von unserer Terrasse auf die kleine Rhone.
Eine sehr kurzfristig geplante Reise führte uns für einige Tage Anfang November 2022 in die Camargue. Es ist sicherlich nicht die beste Jahreszeit für die Vogelbeobachtung, aber wir haben dennoch einiges gesehen und die Zeit genossen.
Beginnen möchte ich nicht mit einem Vogel, sondern mit einem Laubfrosch. Wir hatten gleich zu Beginn eine Führung gebucht im Marais du Vigueirat, bei sonnigem Wetter, aber leider starkem Wind. Dieser gefiel den Vögeln nicht so, also freuten wir uns an den Fröschen, die wir ohne eine Führung gar nicht entdeckt hätten. Sie sind schon gut getarnt und sehr klein.
Später konnte ich den Seidensänger beobachten (sehr kurz nur), und Libellen, da gab es viele! Manche landeten im Magen der Seidenreiher.
Auf den Schafen gelandet, sich umgeschaut und weg waren sie wieder.
Unser zweites Gebiet zur Vogelbeobachtung war bei St. Marie-de-la Mer. Wir waren im Park Pont de Gau und sind den Damm nach Osten entlang gewandert.
Das Highlight war die Wasserralle! Fotografiert mit ISO 10000, aber ich habe sie erwischt. Sie huschte am Schilf entlang und verschwand dann dort auch.
Sonnenuntergang mit Flamingos und Seidenreihern.
Bei einem Spaziergang auf dem Damm konnten wir beobachten, wie sich viele Möwen an der Stelle sammelten, an der über einen Kanal Wasser in eins der Becken eingelassen wurde. Dazwischen waren zwei auffällig rosa-orange gefärbte Dünnschnabelmöwen, die wunderschön gefärbte Flügel hatten.
Während unserer Führung im Marais du Vigueirat sahen wir eine Gruppe Camargue-Pferde in der Ferne. Wir blieben stehen und die Gruppe sah die Pferde an und sie uns. Dann kamen die Pferde neugierig näher, um uns genauer zu betrachten. Und wir machten das Gleiche. Nach einiger Zeit wurde ihnen langweilig und sie entfernten sich wieder. Schöne Begegnung.
Während unserer Spaziergänge in der Nähe von St. Marie-de-la Mer sahen wir öfter Reiter in der Ferne.